EMAKINA Central & Eastern Europe Blog

30. April 2020

Brauchen wir eigentlich noch RSS-Feeds?

RSS-Feeds sind von gestern. Braucht kein Mensch mehr. Solche Sätze hört man seit Jahren – trotzdem gibt es immer noch aktuelle Plugins für CMS und Browser oder etwa Feedreader-Apps für iPhone und Android. Warum eigentlich? Wir sehen uns ein paar Anwendungsmöglichkeiten an.

Wie hältst du dich up-to-date?

In Zeiten von Social Media-Feeds haben wir alle unseren automatisch generierten und personalisierten Feed. Vor allem der Nachrichtenkonsum auf Social Media steigt, fast ein Drittel der Österreicher verwendet Facebook als Nachrichtenquelle. Was viele dabei vergessen: Wir können unseren Feed nur eingeschränkt kontrollieren. Es wird bloß eine Auswahl der abonnierten Seiten angezeigt, die von Facebooks Algorithmus vorgeschlagen wird.

Erstelle deinen eigenen Nachrichten-Feed

„Während der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass viele ein erhöhtes Bedürfnis nach Information haben und sich News-Streams selbst zusammenstellen möchten. Updates von selbstgewählten Medien sind somit wieder voll im Trend. Das lässt sich mit RSS-Feeds einfach einrichten.“, meint Emakina CEE Marketing Lead Renè Dobner. Um einen Nachrichten-Feed ganz nach deinen Bedürfnissen und ohne Recommendations zusammenzustellen, kannst du einfach die RSS-Feeds der Seiten abonnieren, die dich interessieren.

Dafür gibt es kostenlose Apps und Browser-Plug-Ins, die RSS-Feeds sammeln und dich benachrichtigen, wenn neue Inhalte veröffentlicht wurden. Wann und wie oft du diese Übersicht erhalten möchtest, ist dir überlassen.

Diese Option ist nach wie vor beliebt, z. B. hat allein die App Feedly im Play Store über 5 Millionen Downloads - und das ist nur einer von vielen Feedreadern. Auch die bewährten Google Alerts kannst du mit nur einem Klick als RSS-Feed empfangen.

Aktuelle News für dein Team

Du möchtest deine Kollegen regelmäßig mit Branchen-News versorgen? Auch dafür kannst du RSS-Feeds verwenden. Für Microsoft Teams und Slack gibt es kostenlose Apps, mit denen du einen Nachrichten-Stream aus gewünschten Websites oder Themen erstellen kannst. Die Erweiterung postet dann automatisch in Slack- oder Teams-Channels.

Wie kommen Podcasts zum Hörer?

Podcasts werden auch im DACH-Raum immer beliebter. Alleine auf Spotify gibt es mittlerweile 12.000 deutschsprachige Podcasts. Doch wie bringen Podcaster ihre Episoden an die interessierten Hörer? Die meisten veröffentlichen ihre Folgen zunächst auf einer Hosting-Seite. Dort wird ein RSS-Feed generiert, mit dem die Episoden mit einem Klick auf iTunes, Spotify, Google Podcasts & Co. verbreitet werden. Dort können User unkompliziert die neuesten Episoden streamen und downloaden.

Alternativ könnt ihr auch selbst hosten und den RSS-Feed für jede Episode manuell aktualisieren.

Für die eigene Website

Bei manchen Hosting-Anbietern ist ein RSS-Feed automatisch vorhanden. Bei den meisten anderen müsst ihr das File selbst erstellen. Aber auch das ist mit Software oder Plugins sogar ohne Programmierkenntnisse leicht möglich.

Erwartet uns 2020 ein Revival von RSS-Feeds?

Selbstverständlich kann RSS keine durchdachten Marketingmaßnahmen für deine Website ersetzen. Obwohl RSS-Feeds für einige Produkte wie Podcasts unverzichtbar sind, wird der große Hype als Content-Aggregator für Blogs wahrscheinlich nicht wiederkommen.

Aber: Die Downloadzahlen der App Stores zeigen, dass es doch noch einige User gibt, die ihre News-Streams nach dem Motto „More Control – Less Noise“ gerne selbst zusammenstellen. RSS-Feeds sind in den meisten Fällen mit wenigsten Klicks erstellt und automatisiert. Warum also nicht eine zusätzliche Methode nutzen, um den eigenen Content zu verbreiten?

Probier’s einfach aus: Hol dir einen Feedreader aus dem App Store, Chrome Web Store o.ä. Kopiere die URL unseres Feeds in App oder Plugin und bleib auf dem Laufenden.

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